Seite Drucken Kontrolle und Einhaltung der Grenzwerte | Messreihe Österreich |

Die geltenden Grenzwerte für Immissionen von elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern (EMF) sind von der WHO empfohlen und mit der österreichischen Vornorm E8850 festgeschrieben. Diese Vornorm basiert auf den Richtlinien der Internationalen Kommission für den Schutz gegenüber nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP). Die ICNIRP legt bei der Festlegung der Grenzwerte in seinen Richtlinien ausschließlich gesundheitliche Überlegungen zugrunde.

Von Kritikern wird immer wieder gerne angeführt, dass es sich bei diesen Grenzwerten nicht um gesetzlich bindende Grenzwerte handelt. Das ist insofern falsch, als dass im Telekommunikationsgesetz TKG §54 Abs 1 Ziffer 1d  zu lesen ist: "Bei der Beurteilung des Schutzes des Lebens und der Gesundheit von Menschen sind der Stand der Wissenschaften, die internationalen Vorgaben sowie Gesetze und Verordnungen zum allgemeinen Schutz vor elektromagnetischen Feldern zu beachten." Weiters findet man unter §73, Abs 2: "Bei der Errichtung und dem Betrieb von Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen müssen der Schutz des Lebens und der Gesundheit von Menschen sowie der ungestörte Betrieb anderer Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen gewährleistet sein." 

Damit ist nicht nur klar, dass der in der Vornorm E8850 festgeschriebene Grenzwert als Maß für den Schutz (...) heranzuziehen- , sondern auch, warum dieser Wert selbst nicht im Gesetzestext zu finden ist: Denn sollte sich am wissenschaftlichen Kenntnisstand etwas ändern - und damit auch die Grenzwerte angehoben oder reduziert werden - ist keine Gesetzesänderung notwendig.

Die Einhaltung der Grenzwerte nach E8850 liegt bei den Betreibern der Mobilfunkstationen, so wie auch sonst jeder Betreiber einer Betriebsanlage selbst für die Einhaltung verantwortlich ist.

Die Kontrolle der Einhaltung liegt bei der Fernmeldebehörde. Sollte der Verdacht bestehen, dass die Grenzwerte nicht eingehalten werden, kann sie die Funküberwachung mit der Messung beauftragen.

Weltweit ist jedoch kein einziger Fall bekannt, wo die Grenzwerte außerhalb des Sicherheitsabstandes, der in der Regel zwischen wenigen Zentimetern und - bei großen Stationen - etwa 5 bis 6 Metern direkt vor der Antenne beträgt, auch nur annähernd überschritten worden wären.

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