Seite Drucken Infrastrukturelle Aufwertung statt Wertminderung | Was tun, wenn sich eine Bürgerinitiative bildet? |

Die Verfügbarkeit von modernen Breitbandnetzen ist ein wesentliches Mittel zur Schließung der digitalen Kluft zwischen ländlichem und städtischem Gebiet, wie auch zur Unterstützung der Wissens- und Informationsgesellschaft in Österreich. Bei der Verbreitung von Handys und mobilen Breitbandanschlüssen liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld, bei Breitbandanschlüssen insgesamt bisher aber nur im Mittelfeld. Durch die steigende Internetnutzung wächst auch die Nachfrage nach schnellen mobilen Breitbandverbindungen. Nur mit dem Ausbau der Mobilfunknetze mit aktuellen Mobilfunktechnologien wird es möglich sein, den massiv steigenden Datenverkehr zu transportieren.

Für die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts ist ein schneller Internetzugriff von großer Bedeutung. Internationale Untersuchungen zeigen, dass ein Anstieg der Breitbandverbreitung um 10% ein Wirtschaftswachstum von 1% bedeutet. Laut OECD-Statistik tragen Informations- und Kommunikationstechnologien ungefähr ein Fünftel zum Wirtschaftswachstum Österreichs bei.

Mit der wirtschaftlichen Attraktivität wächst natürlich auch der Wert hinsichtlich Arbeitsplatzsicherung einerseits und Lebensqualität eines Standortes andererseits. Mobilfunkanlagen können - anders als Radio und Fernsehsender - aufgrund der geringen Sendeleistungen aber nur dann dazu beitragen, wenn sie dort aufgebaut werden, wo die Menschen mobile Technologien nutzen.

Die oft befürchtete Wertminderung von Grundstücken in unmittelbarer Nähe einer Station entspricht deshalb empirisch belegbar viel mehr einer infrastrukturellen Aufwertung, die sich bei entsprechender Nutzung positiv auf den unmittelbar angrenzenden Bereich auswirkt.

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