Seite Drucken Die Mobilfunkstation | Was ist Mobilfunk? |

Ohne Mobilfunkstation sind Handys, Smartphones und Datensticks wertlos. Denn erst ein funktionierendes Netz gewährleistet auch den reibungslosen Betrieb. Obwohl ein Handy im Prinzip wie ein Funkgerät funktioniert, können sie nicht direkt miteinander kommunizieren. Dazu ist immer eine Mobilfunkstation für den Aufbau der Verbindung notwendig.

Eine Mobilfunkstation ist aber dem Prinzip nach nichts anderes als eine Funkstation. Im Gegensatz zu Radio- und Fernsehsendern kommen Mobilfunkstationen mit sehr kleinen Sendeleistungen aus. Denn während ein Radiosender mehrere Hundert Kilowatt an Leistung haben kann, haben Mobilfunkstationen maximale Eingangsleistungen von wenigen Watt bis rund 150 Watt, also gerade mal so viel wie eine kräftige Glühlampe.

Stationsantennen

Die Antennen werden sowohl für den Empfang des Signals des Handys oder des Datensticks, als auch für die Aussendung des Signals der Station eingesetzt. In den alten analogen Netzen wurden noch so genannte "omnidirektionale Antennen" verwendet - also einfache Stabantennen, die ein Gebiet nahezu kreisrund versorgen. Heute kommen so genannte "Sektorantennen" zum Einsatz. Eine Sektorantenne versorgt - wie der Name schon sagt - nur ein Sektorsegment eines Gebietes. Üblicherweise werden drei Sektorantennen pro Gebiet benötigt, die - entsprechend angeordnet - ein Gebiet rundherum versorgen.

Der Vorteil der Sektorantennen liegt auf der Hand: Jede Sektorantenne ist deutlich empfindlicher ("hört" besser) als eine Stabantenne, was deutlich geringere Sendeleistungen der Endgeräte ermöglicht. Darüber hinaus kann mit der geschickten Anordnung der Sektorantennen auf die Topografie des Gebietes besser eingegangen werden, was wiederum zu einer Reduktion der eingesetzten Sendeleistungen führt.

Sender

Die Sendestufe einer Mobilfunkstation befindet sich in einem abgeschlossenen Gehäuse, meist nahe oder direkt am Fuß des Antennenmastes. Hier befindet sich die gesamte Elektronik und die Rechnereinheit, die notwendig ist, damit die Verbindungen richtig weitergeleitet werden. Die Weiterleitung wird meist über Glasfaserkabel realisiert, viel seltener über Richtfunkstrecken bis zum nächsten Glasfaser-Zugangspunkt.


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