Seite Drucken Netzarchitektur | Technische Grundlagen |

Funkwellen breiten sich in der Stadt anders aus als am Land. Eine flache Landschaft stellt andere Anforderungen als das Gebirge. Ein funktionierendes Mobilfunknetz muss sich deshalb an der Umgebung orientieren. Es kommt aber nicht nur darauf an, die Antennen der Mobilfunkanlagen an Gelände und Bebauung anzupassen. Auch die unterschiedliche Auslastungen, also die Anzahl der aktiven Teilnehmer, wirken sich direkt auf den Netzausbau aus:

Im ländlichen Gebiet telefonieren beispielsweise weniger Menschen gleichzeitig als in der Stadt. Die Knotenpunkte des Mobilfunknetzes sind die Mobilfunkanlagen. Es gibt verschiedene Arten von Mobilfunkanlagen mit jeweils unterschiedlichen Reichweiten. Für Gebäudeversorgungen, so genannte "In-house-Versorgung", beträgt die Reichweite rund 50 Meter, im verbauten Gebiet durchschnittlich 300 – 500 Meter und in ländlichen Regionen bis zu 1 – 3 Kilometer.

Ein optimaler Standort ermöglicht es, ein Gebiet bestmöglich mit Mobilfunk zu versorgen und dabei die Immissionen minimal zu halten. Bei der Planung werden deshalb folgende Punkte beachtet:

1. Mobilfunkanlagen müssen dort stehen, wo telefoniert wird.
Mobilfunkanlagen außerhalb von Ortschaften zu bauen, zum Beispiel in den umliegenden Wäldern, erhöht aufgrund der Distanz die Immissionen der Handys und der Anlage selbst. In Summe liegen
die Immissionen dann sogar höher als bei einer Mobilfunkanlage im Ort. Natürlich werden bei der Standortwahl die Bebauung, die Anzahl der Kunden und die Geländebeschaffenheit berücksichtigt.

2. Die Reichweite einer Mobilfunkanlage ist begrenzt.
Die Reichweite einer UMTS-Mobilfunkanlage ist abhängig von ihrer Auslastung. Je mehr Menschen gleichzeitig über eine Anlage telefonieren oder Daten versenden, desto geringer ist ihre Reichweite. In städtischen Gebieten beträgt die Reichweite einer UMTS-Mobilfunkanlage rund 300 Meter.

3. Die Sendeleistung eines Handys wird automatisch geregelt.
Ein Handy sendet nur so stark wie unbedingt notwendig. Je besser die Verbindung zwischen Handy und Mobilfunkanlage ist, desto weniger Sendeleistung braucht das Handy. Das passiert durch eine automatische Leistungsregelung, die sowohl bei LTE-, UMTS-, als auch bei GSM-Handys funktioniert. So werden Immissionen zusätzlich verringert.

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