Seite Drucken LTE/UMTS/GSM | Technische Grundlagen |

GSM

Nach dem analogen Mobilfunk (1. Generation) wurde Anfang der 1990er (1994 in Österreich) die GSM Technologie eingeführt. GSM steht für Global System for Mobile Communications (früher Groupe Spécial Mobile, GSM) und ist ein Standard für digitale Mobilfunknetze. Dieser Standard der sogenannten zweiten Generation („2G“) ist der weltweit am meisten eingesetzte Mobilfunkstandard.

Beim GSM-System werden die Gespräche und Daten mehrerer zugleich aktiver Handys in kleine Datenpakete geteilt und nacheinander transportiert. Pro Sendekanal (Frequenz) können so bis zu acht Gespräche übertragen werden. GSM verwendet Frequenzbereiche um 900 MHz und um 1800 MHz.

UMTS

Das Universal Mobile Telecommunications System (sog. „3G“)  gibt es in Österreich seit 2002. Dieser Standard der dritten Generation macht deutlich höhere Datenübertragungsraten (bis zu 21 Mbit/s) möglich.

UMTS weist jedem Gespräch einen eigenen Code zu. Die Mobilfunkanlage kennt alle Codes und kann daher jedes Gespräch richtig zuordnen. So erhält jedes Handy seinen Teil der gesamt nutzbaren Kapazität. UMTS verwendet Frequenzen um die 2000 MHz.

Ein wesentlicher Vorteil der UMTS-Technologie ist, dass mit weniger Sendeleistung mehr Gespräche (ca. 65 Gespräche pro Frequenzkanal) abgewickelt und größere Datenmengen übertragen werden können  – das bedeutet insgesamt weniger elektromagnetische Immissionen.

Auch UMTS-fähige Handys senden immer mit der geringstmöglichen Sendeleistung.

LTE

Die 4. Mobilfunkgeneration, im Fachjargon LTE (Long Term Evolution) genannt, wird in den nächsten Jahren die Kommunikation revolutionieren. LTE ermöglicht noch schnellere Breitbanddienste.

In Österreich wird derzeit LTE auf Frequenzen um ca. 2600MHz betrieben, die bei der Frequenzauktion 2010 vergeben wurden.

Das ebenfalls für LTE vorgesehene Frequenzband im Bereich von 800MHz (Digitale Dividende) wird voraussichtlich erst Ende 2013 versteigert.

Mit Datenübertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s eignet sich diese Technologie besonders für die Bereitstellung von Datendiensten mit hoher Geschwindigkeit. Dies wurde aufgrund der rasanten Zunahme an Datenverkehr (Smartphones, Tablet, Computer, etc…) in den letzten Jahren notwendig.

Die Anzahl der Gespräche, die mit einer LTE-Funkzelle gleichzeitig übertragen werden könnten, würden bei ca. 450 liegen, jedoch liegt der Schwerpunkt natürlich in der schnellen Übetragung von Daten.

Auch hier gilt das Prinzip der Sendeleistungsregelung, d.h. je besser der Empfang desto geringer sind die Sendeleistungen sowohl vom Handy als auch von der Basisstation.

Daraus folgt: Um die Immissionen von Handys niedrig zu halten, müssen neue Anlagen bevorzugt dort errichtet werden, wo sich die Kunden befinden.

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